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AI Max in Google Ads: Suchbegriff, Anzeige und Zielseite

Google AdsAI MaxSuchanzeigenAnalyse

Wer AI Max for Search nutzt, sieht jetzt erstmals die komplette Kette hinter einem Klick in einer Zeile: die Suchanfrage, die Anzeigentitel und Beschreibungen, die Google dafür zusammengestellt hat, und die Seite, auf der der Nutzer gelandet ist. Die Ansicht Search terms and ad combinations taucht in den ersten Google-Ads-Konten auf. Unpassende Suchbegriffe oder Zielseiten lassen sich direkt aus dem Bericht ausschließen. AI Max bleibt automatisiert – aber es wird prüfbar.

Das Wichtigste in Kürze

  • Was: eine erweiterte Ansicht des Suchbegriffberichts für AI-Max-Kampagnen, früher Search terms and landing pages from AI Max.
  • Neu: der ausgespielte Anzeigentext zu jeder Suchanfrage sowie zwei Quellenangaben – woher die Anfrage stammt und ob der Text von Ihnen oder von Google kommt.
  • Zeitpunkt: von Google am 23. September 2026 angekündigt, seit Mitte Oktober in einzelnen Konten zu sehen. Einen Termin für alle Konten gibt es noch nicht.
  • Nutzen: Sie erkennen, an welcher Stelle es hakt – Suchanfrage, Text oder Zielseite – und greifen gezielt ein.

Warum der Bericht gerade jetzt zählt

Im September 2026 hat Google Suchkampagnen mit weitgehend passender Keyword-Option (Broad Match) auf Kampagnenebene oder mit automatisch erstellten Assets automatisch auf AI Max umgestellt. Viele Werbetreibende arbeiten seitdem mit AI Max, ohne es selbst aktiviert zu haben.

AI Max greift an drei Stellen gleichzeitig ein: Es erweitert die Suchanfragen, passt den Anzeigentext an und kann eine andere finale URL wählen. Bisher mussten Sie für eine einzelne Anfrage drei Berichte öffnen – Suchbegriffe, Assets, Zielseiten – und die Daten von Hand zusammenführen. Google selbst beschreibt den neuen Bericht als einheitliche Sicht auf die gesamte Customer Journey in der Suchanzeige.

Was jede Zeile enthält

Laut Google-Ads-Hilfe und ersten Screenshots aus der PPC-Community zeigt die Ansicht:

  • den Suchbegriff, der die Anzeige ausgelöst hat;
  • die ausgespielten Anzeigentitel und Beschreibungen;
  • die Zielseite, auf der der Nutzer gelandet ist;
  • Kampagne und Anzeigengruppe;
  • die Match-Quelle – erweiterte Übereinstimmung durch AI Max auf Basis Ihrer Keywords oder Zuordnung über Zielseiten und eingeschlossene URLs;
  • die Asset-Quelle – von Ihnen bereitgestellt oder von Google generiert.

Direkt in der Tabelle können Sie eine Zeile markieren und die Suchanfrage als auszuschließendes Keyword oder die Seite als ausgeschlossene URL hinzufügen.

So öffnen Sie die Ansicht

  1. Öffnen Sie Insights and reports → Search terms auf Konto- oder Kampagnenebene einer AI-Max-Kampagne.
  2. Wählen Sie im Drop-down Search terms oberhalb der Tabelle die Option Search terms and ad combinations.
  3. Fehlt der Eintrag, ist der Rollout bei Ihrem Konto noch nicht angekommen. Übergangsweise hilft der normale Suchbegriffbericht mit der Spalte Source und dem Filter Keyword-Option AI Max.

In der deutschen Oberfläche können die Bezeichnungen übersetzt sein – maßgeblich ist das Drop-down über der Suchbegriff-Tabelle.

Vorher und nachher

Frage Bisher Jetzt
Welchen Text hat der Nutzer gesehen? Nur im Asset-Bericht, ohne Bezug zur Anfrage Direkt neben der Anfrage
Wohin ging der Klick? Separater Bericht zu erweiterten URLs In derselben Zeile
Stammt der Titel von mir oder von Google? Label „Google AI“ im Asset-Bericht In der Kombination sichtbar
Warum wurde die Anfrage zugeordnet? Spalte Source musste manuell ergänzt werden Zusammen mit der Anzeige sichtbar

Den Bericht wie eine Fehleranalyse lesen

Am schnellsten bringt der Bericht etwas, wenn Sie teure Zeilen ohne Conversions Glied für Glied prüfen.

Befund Ursache Hebel
Suchanfrage passt nicht zum Angebot Suchbegriff-Abgleich Auszuschließendes Keyword, Keywords der Gruppe prüfen
Anfrage passt, Titel verspricht etwas anderes Textanpassung Eigene Assets stärken, Textgenerierung begrenzen
Anfrage und Text passen, Seite nicht Erweiterung der finalen URL URL-Ausschluss, Website-Bereiche ausschließen
Alles passt, trotzdem keine Verkäufe Nicht AI Max Angebot, Preis, Zielseite oder Gebote

Die letzte Zeile wird oft übersehen. Sie schließt die Automatisierung als Ursache schnell aus – statt eine Woche AI Max zu optimieren, obwohl das Problem im Angebot liegt.

Experten-Tipp. Sortieren Sie nach Kosten, nicht nach Impressionen. In den meisten Konten erklären die 20–30 teuersten Zeilen den Großteil der Streuverluste. Den Long Tail seltener Anfragen prüfen Sie besser einmal im Monat, wenn genug Daten vorliegen.

Für wen sich der Bericht besonders lohnt

  • Onlineshops mit großem Sortiment. AI Max wählt die Zielseite oft selbst – eine Produktanfrage, die auf einer Kategorie oder einem Blogartikel landet, kostet schnell viel Geld.
  • Kampagnen, die im September automatisch umgestellt wurden. Genau diese hat seit der Umstellung kaum jemand genau angesehen.
  • Regulierte Branchen wie Gesundheit, Finanzen oder Bildung, in denen ein generierter Titel mit ungenauer Aussage zu Ablehnungen führen kann.
  • Agenturen und Freelancer, die Kunden konkret zeigen müssen, was die Automatisierung ausgespielt hat.

Laufen Ihre Suchkampagnen mit genauer und Phrase-Option ohne AI Max, sehen Sie keine neuen Daten. Auch kleine Kampagnen mit wenigen Dutzend Klicks pro Woche profitieren kaum – einzelne Zeilen sind dort zu zufällig.

Hinweis für BI und Reporting

Über die Google Ads API stehen dieselben Daten in ai_max_search_term_ad_combination_view bereit – Suchbegriff, Titel, Zielseite sowie Impressionen, Klicks und Conversions. Google weist in der Dokumentation ausdrücklich darauf hin, dass sich diese Ansicht mit dem klassischen Suchbegriffbericht überschneidet: Viele Anfragen erscheinen in beiden. Addieren Sie die Werte nie, sonst zählen Sie Kosten und Conversions doppelt. Gleichen Sie stattdessen mit den Kampagnensummen ab. Warum abweichende Zahlen zu falschen Budgetentscheidungen führen, erklären wir im Beitrag zur Attribution in Google Ads.

Unsere Einschätzung

Der Bericht ist erst seit wenigen Tagen in einzelnen Konten sichtbar. Eigene Testergebnisse aus Kundenkonten haben wir daher noch nicht – und erste Eindrücke verkaufen wir nicht als Testdaten. Einiges lässt sich trotzdem schon sagen.

Neue Steuerungsmöglichkeiten bringt der Bericht nicht: Auszuschließende Keywords, URL-Ausschlüsse und eigene Assets gab es schon vorher. Neu ist, dass Sie für jede einzelne Zeile sehen, welcher Hebel der richtige ist. Für AI Max wiegt das schwerer als jede neue Einstellung, denn der Hauptkritikpunkt war immer die fehlende Transparenz.

Außerdem erklärt der Bericht den Weg bis zum Klick, nicht den Gewinn dahinter. Ob Sie AI Max ausbauen oder einzelne Funktionen abschalten, entscheiden Sie anhand von Kosten pro Conversion und Conversion-Wert. Die Grundlagen aus unserem Leitfaden zum Senken des CPA in Google Ads gelten weiterhin.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein angenommenes Szenario: Ein Möbelshop betreibt eine AI-Max-Suchkampagne mit der Anzeigengruppe „Sofas“. Unter den teuersten Zeilen finden sich:

  1. Anfrage „sofa neu beziehen kosten“ – Titel „Sofas direkt vom Hersteller im Angebot“ – Kategorieseite Sofas. Der Shop bietet kein Neubeziehen an, also wird „neu beziehen“ als auszuschließendes Keyword hinterlegt.
  2. Anfrage „ecksofa grau“ – Titel aus den eigenen Assets – Blogartikel „So finden Sie das richtige Sofa“. Anfrage und Text stimmen, aber kaufbereiter Traffic landet auf einem Ratgeber. Lösung: den Blogbereich als URL ausschließen.

Beide Korrekturen erledigen Sie in derselben Ansicht, ohne drei Berichte abzugleichen.

Ihre Aufgaben für diese Woche

  1. Listen Sie alle Kampagnen mit AI Max auf, besonders die im September automatisch umgestellten.
  2. Öffnen Sie dort Search terms and ad combinations. Falls noch nicht verfügbar: Standardbericht mit Spalte Source und Filter AI Max.
  3. Nach Kosten sortieren und die ersten 20–30 Zeilen nach dem Schema Anfrage – Text – Seite prüfen.
  4. Alle Titel mit Quelle Google AI auf korrekte Angaben prüfen: Preise, Lieferzeiten, Garantien, Rabatte.
  5. Die wichtigsten Kombinationen exportieren und als Ausgangswert für den Vergleich im nächsten Monat sichern.
  6. Wenn die Daten in ein Dashboard fließen: sicherstellen, dass die neue API-Ansicht nicht mit dem klassischen Suchbegriffbericht addiert wird.

Worauf Sie achten sollten. Schließen Sie nicht massenhaft Keywords auf Basis weniger Zeilen aus. AI Max lernt aus einem breiten Pool an Anfragen, und aggressive Ausschlüsse bei dünner Datenlage kappen auch profitable Varianten. Dasselbe gilt für URL-Ausschlüsse: Wer einen ganzen Website-Bereich ausschließt, nimmt dem System Seiten, die für andere Anfragen konvertieren könnten. Entscheiden Sie auf Basis von mindestens 2–4 Wochen Daten.

Häufige Fragen

Was ist der Bericht „Search terms and ad combinations“ in Google Ads?

Eine Ansicht des Suchbegriffberichts für AI-Max-Kampagnen. Für jede Suchanfrage zeigt sie die ausgespielten Titel und Beschreibungen, die Zielseite, Kampagne und Anzeigengruppe sowie die Herkunft von Anfrage und Anzeigentext. Sie ersetzt die frühere Ansicht „Search terms and landing pages from AI Max“.

Warum sehe ich den Bericht in meinem Konto nicht?

Der aktualisierte Bericht wird schrittweise eingeführt und ist bisher nur in einzelnen Konten aufgetaucht. Einen Termin für alle Konten hat Google nicht genannt. Außerdem gibt es ihn nur für Kampagnen mit aktiviertem AI Max.

Kann ich auszuschließende Keywords direkt aus dem Bericht hinzufügen?

Ja. Laut Google-Ads-Hilfe markieren Sie eine Zeile und fügen den Suchbegriff als auszuschließendes Keyword oder die Zielseite als ausgeschlossene URL hinzu, ohne den Bericht zu verlassen.

Wie erkenne ich, ob ein Titel von Google generiert wurde?

Der Bericht zeigt die Asset-Quelle – vom Werbetreibenden oder vom System. Im Asset-Bericht sind von AI Max erstellte Texte in der Spalte Added by mit „Google AI“ gekennzeichnet.

Darf ich die Werte mit dem normalen Suchbegriffbericht addieren?

Nein. Laut Google überschneiden sich beide Ansichten, viele Anfragen erscheinen in beiden. Eine Summe zählt Kosten und Conversions doppelt. Gleichen Sie mit den Kampagnensummen ab.

Sollte ich AI Max abschalten, wenn der Bericht schlechte Kombinationen zeigt?

Nicht sofort. Finden Sie zuerst das fehlerhafte Glied – Anfrage, Text oder Seite – und korrigieren Sie genau diesen Hebel. Einzelne AI-Max-Funktionen abzuschalten ist erst sinnvoll, wenn dasselbe Problem nach Ihren Änderungen wiederkehrt.

Fazit

Der Bericht „Search terms and ad combinations“ macht AI Max nicht klüger, aber Zeile für Zeile überprüfbar: Suchanfrage, Text und Zielseite stehen nebeneinander, Korrekturen sind einen Klick entfernt. Wurden Ihre Kampagnen auf AI Max umgestellt, sollten Sie sich diese Woche die teuersten Kombinationen vornehmen. Wenn Sie Unterstützung möchten, fordern Sie ein Audit an. Wie wir arbeiten, lesen Sie auf den Seiten zur Google-Ads-Betreuung und zum Audit von Werbekonten.

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